Foto: aus öffentlichen Quellen
Tomatensorten, die Sie enttäuschen könnten
Eine große Vielfalt an Saatgut, von bekannten Sorten bis hin zu ungewöhnlichen Exoten, bringt nicht nur Früchte, sondern auch wertvolle Erfahrungen. Die Praxis hat gezeigt, dass es bei der Anbauplanung entscheidend ist, nicht nur die Optik des Gemüses, sondern auch seine Widerstandsfähigkeit und seine Verarbeitbarkeit zu beurteilen. Die Praxis zeigt, dass die großen Namen und die Beliebtheit bestimmter Sorten in Katalogen nicht immer die besten Ergebnisse auf einer bestimmten Parzelle garantieren. Oft erweisen sich die angepriesenen Marktfavoriten als zu kapriziös oder unzureichend für die tatsächlichen Bedürfnisse des Betriebs und weichen weniger bekannten, aber zuverlässigeren lokalen Analoga.
Wenn das Aussehen der Praktikabilität unterlegen ist
- Die Sorte „Sugar Giant“ erwies sich trotz ihres ausgezeichneten Geschmacks, ihrer Fleischigkeit und ihres süßen Aromas in der Landwirtschaft als unpraktisch. Das hohe Gewicht der einzelnen Früchte (500-600 Gramm) macht es unmöglich, sie für traditionelle Zubereitungen zu verwenden, die spezielle Geräte und zusätzlichen Aufwand beim Einmachen erfordern.
- Gelbfrüchtige Sorten wie die Persimone oder die Sorte Goldener Königsberg sind mit ihrer sonnigen Farbe und ihrer zarten pfirsichfarbenen Textur attraktiv und werden von Kindern gerne direkt vom Beet verzehrt. Ein entscheidender Nachteil ist jedoch die übermäßige Zerbrechlichkeit der Früchte, die bei der geringsten Belastung sofort beschädigt werden, so dass sie für die Lagerung oder Verarbeitung völlig ungeeignet sind.
Schwierigkeiten beim Anbau und geringe Erträge
- Solche Sorten wie „King“, „Honey Spas“, „Honey Drop“ zeichnen sich durch einen tiefen süßen Geschmack ohne übermäßigen Säuregehalt aus, aber ihr Anbau ist mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Die Sorte reift ungleichmäßig und hat eine sehr geringe Resistenz gegen Phytophthora. Dies führt dazu, dass die Gärtner übermäßig viel Zeit für die Pflege aufwenden müssen, was durch das erzielte Ergebnis nicht immer gerechtfertigt ist.
- Das „Balkonwunder“ wird oft wegen des ästhetischen Aussehens der kompakten Sträucher in Töpfen gewählt. Aus praktischer Sicht ist die Sorte jedoch wenig effizient – der Ertrag von 3 bis 4 Tomaten aus einer Pflanze deckt nicht die Kosten für die tägliche Pflege. Dies macht die Sorte mehr zu einem dekorativen Element als zu einer Nahrungsquelle.
Enttäuschung über Geschmack und Ästhetik
Einige Sorten des Pflaumentyps, wie z. B. die „Pflaume rosa“, gelten aufgrund ihrer dichten Struktur und dicken Schale als ideal für die Konservierung. Der größte Nachteil ist jedoch das Fehlen eines ausgeprägten Geschmacks. Die Früchte sind fade, ihnen fehlt die charakteristische Tomatensäure, was Winterzubereitungen aus ihnen ungenießbar macht.
- „Zebra Green“ bietet einen einzigartigen krautig-zitrusartigen Geschmack, hat aber ein Problem mit der visuellen Wahrnehmung. Aufgrund der grünen Farbe, selbst bei voller Reife, halten die Verbraucher die Früchte oft für unreif und bevorzugen die traditionellen roten Sorten;
- Die Sorte „Black Prince“ mit ihrer ungewöhnlichen kastanienbraunen Farbe erregt oft das Misstrauen der Verbraucher, die diese Farbe als Zeichen des Verderbs betrachten. Außerdem ist der Ertrag dieser Sorte deutlich geringer als bei den traditionellen Sorten, was ihren Anbau in begrenzten Gebieten unpraktisch macht.
Die Erfahrung zeigt, dass der Erfolg eines Gemüsegartens von der Ausgewogenheit zwischen Geschmack, Ertrag und Widerstandsfähigkeit der Pflanzen abhängt. Die Praxis zeigt, dass nicht jede Sorte universell einsetzbar ist – was für einen frischen Salat ideal ist, kann für die Langzeitlagerung oder Konservierung völlig ungeeignet sein. Exotische Neuheiten beeindrucken oft durch ihre ungewöhnliche Form oder Farbe, enttäuschen aber oft durch geringe Erträge und anspruchsvolle Anbaubedingungen.
Bei der Anbauplanung sollte man sich auf bewährte Sorten verlassen, die unter allen Umständen stabile Ergebnisse garantieren. Experimente mit ungewöhnlichen Sorten sollten nur in kleinen Versuchsbeeten durchgeführt werden. Auf diese Weise können Sie neue Geschmacksrichtungen entdecken, ohne Gefahr zu laufen, im Winter auf die Haupternte und eine hochwertige Hausmannskost verzichten zu müssen.
0 Antworten zu „Beliebte Tomatensorten, die die Erwartungen nicht erfüllt haben, und warum das so ist“