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Jedes Sandkorn am Ufer birgt die Geschichte von Millionen von Jahren des Reisens und könnte ursprünglich von der anderen Seite der Erde stammen
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Strandsand scheint etwas Alltägliches zu sein: Er ist einfach da, liegt am Wasser und erstreckt sich entlang des Wassers bis zum Horizont. Aber er entsteht in langen natürlichen Prozessen, die Hunderttausende und Millionen von Jahren dauern – und er entsteht immer wieder vor unseren Augen.
Wir wollen verstehen, woher der Sand am Strand kommt und wie es kommt, dass sein Anteil immer gleich groß ist.
Woher der Strandsand kommt
Die Hauptquelle für Sand sind Felsen. Felsen und Steine zerbrechen ständig durch Regen, Wind, wechselnde Temperaturen und Wellenbewegungen. Dies wird als Verwitterung bezeichnet. Zuerst zerbrechen die Felsen in Stücke, dann werden sie zu Kies und schließlich zu Sandkörnern.
Flüsse und Bäche nehmen das entstandene Material auf. Das Wasser trägt die Partikel vom Land in die Meere und Ozeane, manchmal Hunderte von Kilometern weit. Unterwegs prallen die Sandkörner aufeinander und werden zermahlen und abgerundet. Wenn ein Fluss ins Meer mündet, verlangsamt sich die Strömung und die schweren Partikel setzen sich ab – so sammelt sich der Sand in Küstennähe an. Aber die Geschichte, woher der Strandsand kommt, ist damit noch nicht zu Ende. Der Ozean kommt ins Spiel. Wellen, Gezeiten und Strömungen bewegen den Sand ständig an der Küste entlang.
Dadurch kann sich die Lage der Strände ändern: An manchen Stellen gibt es mehr Sand, an anderen weniger. Im Winter treiben Stürme den Sand oft aufs Meer hinaus, während im Sommer die Wellen ihn wieder an die Küste bringen. Der Sand durchläuft den längsten Gießprozess der Geschichte, um seine Rolle unter Ihren Füßen zu spielen.
Eine andere Frage lautet: Wenn Sand Millionen von Jahren braucht, um sich zu bilden, warum sind dann die jüngeren und entsprechend größeren und älteren feinen Sandkörner an den Stränden nicht miteinander vermischt? Mit anderen Worten, wie kommt es, dass der Sand an einem Ort immer den gleichen Anteil hat?
Das ist ganz einfach – es liegt an der ständigen Wirkung von Wellen und Strömungen: Sie rollen über die Sandkörner, schieben sie, werfen die großen Partikel ins Meer und tragen die leichteren weiter weg. So bleiben Körner zurück, die schwer genug sind, um an der Küste zu bleiben, aber klein genug, um bei Stürmen und Gezeiten von den Wellen leicht vom Land weggetragen zu werden.
Woraus der Sand am Strand besteht
Nicht jeder Sand ist steinigen Ursprungs. In den Tropen besteht ein Großteil des Sandes aus den Überresten lebender Organismen. Weiße Strände bestehen oft aus zermahlenen Korallen, Muscheln und Skeletten von Meerestieren.
Manchmal kann die Zusammensetzung des Sandes recht ungewöhnlich sein. Der so genannte „Sternensand“ besteht zum Beispiel aus mikroskopisch kleinen Skeletten von Einzellern, die wie kleine Sterne geformt sind. Und an manchen Stränden findet man Fragmente von Beton, Glas und Ziegelsteinen, die von Menschen gemacht wurden.
Die Farbe des Sandes hängt davon ab, woraus er besteht. Quarz macht die Strände gelb, Vulkangestein schwarz, Korallen weiß oder rosa. Jeder Strand ist also etwas Besonderes: Sein Sand spiegelt die Geologie, das Klima und die Geschichte des Ortes wider.
Was befindet sich unter dem Sand an einem Strand? Die Antwort hängt vom jeweiligen Standort ab. Unter der Sandschicht befindet sich natürlich ein härterer Untergrund, den Geologen als Substrat bezeichnen. Dabei handelt es sich in der Regel um eine Mischung aus Kies, Geröll und grobem Sand, aber die spezifischen Eigenschaften dieser Mischung sind von Ort zu Ort sehr unterschiedlich.
Tiefer unten können sich Tonablagerungen, alte Böden oder Grundgestein befinden. An manchen Orten sind vergrabene Strände – Schichten aus altem Sand, die sich vor Jahrtausenden bei niedrigerem Meeresspiegel gebildet haben – verborgen.
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